2.4.2017

Hamburger Symphoniker

Jeffrey Tate

Salome Schlussgesang


1./7./10.5.2017

21./28.5./5.6.2017

Wiener Staatsoper

Die Walküre/Siegfried/Götterdämmerung

Peter Schneider

Brünnhilde


25.7.2017

2./6./12./16./20.8.2017

Bayreuther Festspiele

Tristan und Isolde

Christian Thielemann

Isolde

 

Petra Lang


  

Tristan und Isolde, Wien 2017

Sean and Heard International, 19.3.2017  Jim Pritchard
"Thankfully there were such strong interpreters of their roles as Stephen Gould and Petra Lang on stage who brought their characters to life and  transcended the routine. There was a great chemistry between the pair who, of course, currently sing Tristan and Isolde at Bayreuth.
……….Before she melted into Tristan’s arms Petra Lang was every bit the ‘wild Irish maid’ of the libretto and she is a superb Isolde. She looked stunning and was vocally secure throughout the range from her convincing low notes right up to her trademark gleaming, fearless, top. There was a genuine, classy refinement to her performance that only comes from experience. Petra Lang is a consummate artist who sings from her soul and her closing apostrophe, the Verklärung (Transfiguration) – or Liebestod as it more familiarly called – was movingly rapturous. There was never an ugly sound and of how many of today’s dramatic sopranos can you say that

Der Standard, 13.03.2017

„Petra Lang ist (als Isolde) von Anbeginn an eine furios wütende Dame, die Sarkasmus versprüht und Verzweiflung in Wut verwandelt. In dieser mit grotesken Matrosen- und Soldaten-Choreografien verzierten Inszenierung von David McVicar ist sie der dynamische, szenische Lichtblick. Vokal sind ihr Spitzentöne von großer Klarheit, Intensität und Strahlkraft gegeben. Nach unten hin lässt die Stimmenergie nach, auch wenn dem Timbre eine metallische Färbung zueigen ist. In Summe eine tadellose Leistung […].“



Die Walküre, Operngala am Staatstheater Karlsruhe

[...] Hörgenüsse  der besonderen Art bescherten die beiden Gäste Petra Lang und Vitalij Kowaljow und wurden zu Recht mit ohrenbetäubenden Ovationen gefeiert. Es ist schon sehr lange her, dass ich Brünnhilde und Wotan in derart intensiver Interpretation erleben durfte.

In bewundernswerter Bravour verkörperte Petra Lang die Brünnhilde und avancierte zum solitären Höhepunkt des Abends. Weich strömend floss der farbenreiche Sopran dahin, sensibel entfaltete sich das Goldtimbre (an Martha Mödl erinnernd – welche ich live in dieser Partie leider nie erleben durfte) mit Charisma und vokaler Natürlichkeit. Da blieb nichts dem Zufall überlassen, Frau Lang demonstrierte faszinierende Flexibilität und Intuition gleichwohl im prächtigen wohltönenden Höhenaufschwung wie zu sensiblen Piani. Grandios das Aufblühen der Mittellage zur Todesverkündigung, beispielhafte Attribute, welche die Sängerin auf höchst beglückende Weise im Rahmen ihrer stimmlichen vielschichtigen und präsent darstellerischen Möglichkeiten glaubhaft vereinte.[...]

(Gerhard Hoffmann, Der Neue Merker, 11.02.2017)

 

 

Glänzend besetzt: Wagners "Walküre" als grandiose Gala am Badischen Staatstheater Karlsruhe

[...] Neben Kowaljows herrlichem Wotan, [...] war Petra Lang als Brünnhilde der andere, nicht minder erstklassige Glücksgriff dieser Gala. Erst vor wenigen Jahren hat sie das MezzoFach, das sie immerhin als Ortrud („Lohengrin“) und als Brangäne („Tristan“) auch nach Bayreuth gebracht hat, aufgegeben und sich Wagners hochdramatischen Sopranpartien zugewendet – mit glänzenden Erfolgen.

Nach Karlsruhe brachte die Künstlerin neben ihrer reichen Erfahrung mit der überaus anspruchsvollen Partie auch ein grandioses sängerisches Potenzial mit, das wie geschaffen klingt für das leidenschaftliche Feuer dieser Walküre. Mit strahlender, durchschlagskräftiger Höhe [...] und unwiderstehlich strömender Energie wurde sie zum sprichwörtlichen Leuchtturm dieses außerordentlichen Abends. Vor allem in den großen Auseinandersetzungen mit Kowaljow/Wotan entfaltete Lang eine furiose dramatische, schließlich auch tragische Kraft[...].

(Dr. Rüdiger Krohn, Badische Neueste Nachrichten, 13. Februar 2017)

         





Petra Lang sang ihre erste Isolde bei den Bayreuther-Festspielen in Katharina Wagner's Inszenierung unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Sie gestaltete die "Walküren" - Brünnhilde unter Simone Young und die "Götterdämmerungs"- Brünnhilde unter Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper, München und  an der Opéra National de Paris unter Philippe Jordan.

Die Sängerin sang mit großem Erfolg alle drei Brünnhilden am Grand Théâtre de Genève in der Regie von Dieter Dorn unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher sowie die Siegfried-Brünnhilde in Budapest unter Adam Fischer.  Sie interpretierte die Brünnhilde in „Die Walküre“ und  „Götterdämmerung“ in konzertanten Aufführungen unter Marek Janowski in Berlin und Bukarest, mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott in Bamberg und Luzern, die „Siegfried“-Brünnhilde mit den Stuttgarter Philharmonikern und den Dortmunder Philharmonikern unter Gabriel Feltz. 

 

Geboren in Frankfurt am Main, studierte sie nach abgeschlossenem Violinstudium Gesang bei Gertie Charlent und Ingrid Bjoner und erarbeitete ihre Wagner-Partien auch mit Astrid Varnay. Aktuell studiert sie mit dem italienischen Tenor Angelo Loforese.

Nach Anfängen im lyrischen Mezzofach ist sie bekannt für die Darstellung ihrer Wagner-Rollen (Ortrud, Kundry, Sieglinde, Venus, Brangäne, Waltraute), Judith (Blaubarts Burg), Cassandre (Les Troyens), Marie (Wozzeck) und Ariadne (Ariadne auf Naxos).

 

Die Sängerin sang an den großen Häusern diesseits und jenseits des Atlantiks, trat bei den Festspielen von Salzburg, Bregenz, Edinburgh und Bayreuth (Brangäne und Ortrud) auf.

Sie sang unter der Leitung von Claudio Abbado, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, M. W. Chung, Christoph von Dohnany, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Ivan Fischer, Bernhard Haitink, Armin Jordan, Zubin Metha, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Jukka-Pekka Saraste, Wolfgang Sawallisch, Leif Segerstam, Simon Rattle, Donald Runnicles, Peter Schneider, Jeffrey Tate, Christian Thielemann, Silvio Varviso.

 

Die Interpretation der Cassandre in einer Live-Aufnahme von „Les Troyens“ unter Colin Davis  und dem London Symphony Orchestra brachte ihr 2 Grammy Awards, den BRIT Award, den Preis der deutschen Schallplattenkritik, und den prix d’or de l’academie du disque. 2009 sang  sie auf der CD mit dem WDR Symphonie-Orchester unter Semyon Bychkov die Ortrud im „Lohengrin".

 

Sie hat eine besondere Verbindung zum Werk Gustav Mahlers, spielte dessen Symphonien Nr. 2 und 3 unter Riccardo Chailly und dem Concertgebouw-Orkest für DECCA ein, singt ein weit gespanntes Konzertrepertoire und ist eine sensible Liedersängerin. Sie gab Liederabende mit Adrian Baianu, Malcolm Martineau, Carmen Piazzini, Maurizio Pollini, Wolfram Rieger, Charles Spencer und Einar Steen-Noekleberg in Amsterdam (Concertgebouw), Brüssel, Dresden (Semperoper), Edinburgh, Genf (Victoria-Hall, Grand Théâtre),  London (Wigmore-Hall), Mailand (Scala), München, New York (Carnegie-Weill-Hall) und Paris.

 

Künftige Projekte: Ortrud (Berlin, Marseille, Tokyo,  Wien),   Brünnhilde (Wien, Tokyo, Dresden),  Isolde bei den Bayreuther Festspielen und an der Wiener Staatsoper. 

 

 

 

Petra Lang ist zusätzlich gesangspädagogisch tätig.

Schon während und nach ihrem abgeschlossenen Violinstudium arbeitete sie  von 1983 bis 1989 als Lehrerin für Violine, Viola, Musikalische Früherziehung und Musikalische Grundausbildung an der Musikschule Gross-Gerau und an der Städtischen Musikschule in Rüsselsheim.

Mit diesen fundierten pädagogischen Erfahrungen ist es der Sängerin ein Anliegen, jungen Kollegen fachgerechte Anregungen und Hilfestellungen  für das Singen in größeren Räumen zu geben.  Diese Art zu Singen erarbeitete sie zusammen mit dem Pianisten und Vocal Coach Adrian Baianu, indem sie vergessen geglaubte italienische Gesangstechniken, die speziell auf die Projektion der Stimme ausgerichtet sind,  auf das deutsche  Gesangsrepertoire übertrug.

Sie gab Meisterkurse für die Mahler Society London (2006), an der Kölner Musikhochschule (2007), in Münster (2007) und gemeinsam mit Adrian Baianu in Münster (2008), in London (2009, 2012), im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2013 einen Meisterkurs für Wagner-Gesang, Meisterkurse an der St. Goar Music Academy (2014/15) und 2015 einen Meisterkurs für das Studio der Oper Köln.